Sonntag, 6. Januar 2013

Sd.Kfz 182 Tiger II 1/48 für Boltaction Teil V - die Kette

Im fünften Teil kommt nun das Laufwerk und die Kette an die Reihe, sowie der massive Einsatz von Pigmenten.


Aber wo beginnen, genau, am besten am Anfang, die Montage der Kettenteile erfolgte gemäß Bauplan, wobei die Ketten nicht am Modell befestigt wurden sondern in zwei oder drei Teilen abnehmbar zusammengeklebt wurden um die Bemalung der Räder und der Ketten selbst um vieles zu vereinfachen.


Nach dem Zusammenbau erfolgte wie am restlichen Modell eine schwarze Grundierung um eine solide dunkle Ausgangsbasis für die weiteren Schritte zu haben. 


Für die folgenden Schritte habe ich kein Fotos gemacht, diese sind aber denkbar einfach, die Kette erhielt eine Grundierung aus drei verschiedenen Rostbraunen Farbtönen um bereits eine Variantenvielfalt in den Schattierungen zu erreichen. 
Im Anschluß daran erhielt die gesamte Kette ein Wash aus Vallejos Umber Shade um weitere Tiefe zu erhalten. 
Ich malte dann noch an der Innenseite die abgeschliffenen Stellen mit Vallejo 863 Gunmetal Grey wo die Räder und der Zahnkranz des Treibrades die Kette blank schleifen würden.


Unten sieht man nun das fertig montierte Laufwerk, das Washing ist erledigt, die blanken Stellen stechen noch extrem hervor. 


Der Auftrag der Pigmente: Ich mischte mir aus zwei Brauntönen und einem hellen Erdton einen passenden Farbton zusammen, ich wollte ein dreckiges aber nicht übermäßig verschmutztes Laufwerk haben, so das es eben zum Rest des Panzers passen würde. 

Wie gehe ich dabei vor?

Ich bringe, um einen dreidimensionalen Effekt zu erreichen zuerst den Pigmentfixer auf der Stelle auf wo ich ihn haben will (entweder mit dem Pinsel oder wen es wirklich dick werden soll dann mit einer Pipette). 

Dann nehme ich einfach eine Menge Pigmente von meiner Mischung mit einem weichen Pinsel mit langen Haaren, billigste Pinsel am besten, da der Pinsel nach der Arbeit mit Pigmenten nicht mehr zum Malen taugt, auf und klopfe dann über der befeuchteten Stelle einfach gegen den Finger, dadurch fallen die Pigmente X-beliebig auf den Fixierer und ergeben somit ein schönes realistisches Aussehen, durch die Kapilarwirkung der Pigmente wird der Fixierer einfach "aufgesaugt" und die Pigmente bleiben an Ort und Stelle. So entsteht dann die Struktur mit Tiefenwirkung. Wichtig dabei ist es jedoch darauf zu achten, keine Stellen zu "versauen" an denen Pigmente nicht hinkommen können, sieht man am Laufwerk sehr schön an den Laufflächen der Räder.
Es ist wichtig, das man hierbei "sauber" arbeitet, den wen das Pigmentpulver erst einmal feucht ist, wird es ja zu Farbe und wen man dann versucht etwas zu korrigieren dann übermalt man sich die darunter liegende Stelle.

Also Grundsatz bei Pigmenten gilt für mich, weniger ist mehr, und lieber den Vorgang wiederholen als das Modell zu versauen.

Hier sieht man die fertige Kette, ich muß gestehen, dass das Ergebniss für das was ich vorhatte zu intensiv ausgefallen ist, aber mit jedem Modell mehr, lernt man sein Werkzeug besser kennen.

LG
Stefan

Teil VI: das fertige Modell