Samstag, 5. Januar 2013

Sd.Kfz 182 Tiger II 1/48 für Boltaction Teil III - Alterung

Teil III beschäftigt sich mit der Alterung des Tiger II.

Im Schritt der Alterung erfolgt nach dem beendeten Chipping und einer folgenden Schicht Seidenmattlack aus der Airbrush (wiederrum um die darunterliegende Schicht zu schützen) als erstes das Aufbringen eines Filters am gesamten Modell.

Nahaufnahme des im Teil II gemachten Chippingprozesses am Turmdach

Der Tiger II in der Frontansicht nach dem Chipping. Schön zu sehen die Trefferwirkungen am Bug und die Schäden am Zimmerit.


Hier im Bild (wen man es vergrößert) sieht man am Turmdach sehr schön die Wirkung eines Filters. Auf der linken Seite der Panzerplatte ist noch kein Filter aufgetragen an der rechten Seite sieht man recht gut, dass ein Filter alle Farben die darunter liegen verwittert aussehen lässt. Was ist ein Filter? - nichts anderes als eine sehr sehr stark verdünnte Farbe, in diesem Falle verwendete ich den Filter von MIG Productions für Tritonale Tarnung. Der Filter wird wirklich am gesamten Modell aufgebracht ohne Ausnahme.

Der nächste Schritt: 

Washing

Für das Washing mischte ich mir eine Burnt Siena Ölfarbe von Windsor & Newton mit genügend geruchlosen Terpentin an um damit arbeiten zu können. Das Mischverhältniss beträgt hier etwa 1:15, also 1 Teil Farbe auf 15 Teile Verdünner.

Achtung! der Unterschied zum Filter: das Washing wird nur auf ausgesuchten Stellen angebracht, also an den Rädern, an den diversen Deckeln, an Stößen bei Panzerplatten, um die Nieten und Schraubenköpfe usw., keine Angst hierbei, dadurch das ich Ölfarbe verwendete hatte ich im Nachhinein einiges an Zeit um mit einem sauberen in Terpentin getauchten Pinsel die überschüssige Farbe wieder zu entfernen.


Im oberen Bild sieht man überall den leichten Rotbraunen Stich an den Laufrädern und am Triebrad. Am unteren Bild sieht man das durch das entfernen des Washings an den erhöhten Stellen (mittels Pinsel oder Wattestäbchen (Q-Tip) diese wieder zum Vorschein kommen, sie "stechen" heraus. Sieht man auch sehr schön an den Schraubenköpfen.



Decals:

So nun kommt wieder etwas Altbekanntes, das Anbringen der Abziehbilder.

 

Das Anbringen des deutschen Kreuzes erfolgte nach Anleitung, einweichen in lauwarmen Wasser für wenige Sekunden. Was hier aber durch das Zimmerit zwingend notwendig wurde, war die Verwendung eines Weichmachers. Ich verwende hierbei immer MicroSol, bevor das Abziehbild angebracht wurde trug ich bereits etwas MicroSol auf um die Oberfläche vorzubereiten. Nach dem das Decal angebracht wurde wurde es abermals mit MicroSol benetzt, dadurch wird das Decal "weichgemacht" somit legte es sich nach vorsichtigen andrücken mit einem weichen Pinesel sehr schön an die Struktur des Zimmerits an.

Die Panzernummer an den Turmseiten musste ich mir selbst erstellen bzw. pinseln. Ich hatte etwas Sorgen das mir die Farbe "verrinnen" würde (durch die Struktur des Zimmerit). 
Also verwendete ich für die Zahlen selbst ein Linieal für Reinschriften, für die Grundierung der Nummer verwendet ich einen erdfarbenen Braunton, ich tupfte mit einem sehr trockenen kurzen Pinsel die Zahlen auf die Panzerplatten (wie man im Bild sieht, verrann mir die Farbe trotzdem etwas). Durch die braune Grundfarbe deckte im nachhinein die Gelb sehr gut. Die Drei sieht etwas zugroß aus, den Gesamteindruck stört das aber nicht, das verleiht dem Modell eine persönlichere Note.

Als nächster und letzter Schritt hier kam noch ein 

Vorverstauben (Predusting) zum Einsatz

Der erste Auftrag von Staub an den Horizontalen Flächen sowie an den Seitenschürzen und am Motordeckel und um den Turmdrehkranz und ganz dezent am Turmdach erfolgte mit stark verdünnten hellen Braunton, dieser wurde Freihand aufgesprüht. Hierbei gilt der Grundsatz weniger ist mehr, da zuviel oder zustarkes Vorverstauben sehr viel der darunterliegenden Arbeit zunichte macht und sich dieser Schritt auch nicht mehr rückgängig machen lässt.



So, nun ist soweit einmal der "saubere" Teil des Alterns fertig, Filter, Washing, Decals, Predusting.


Das fertige Modell nach den Alterungsprozessen sieht schon sehr nach Einsatz aus und das ist es ja was ich erreichen wollte.

LG
Stefan

Teil IV: Pigmente