Donnerstag, 26. Juni 2014

17pdr Mk I Archer - für die Kanadische Armee - Bolt Action in 1/48

Hallo Leute,

ich möchte euch heute mein letztes Projekt vorstellen.
Da ich ja eine Kanadische Einheit für Bolt Action habe, brauche ich natürlich auch die entsprechenden Unterstützungseinheiten dafür. Ich war ja selbst 6 Jahre lang als Jagdpanzer Kommandant im aktiven Dienst - daher habe ich einen besonderen persönlichen Hang zu dieser Art von Panzern.

Nun gut - die Kanadier hatten ja jetzt nicht so viele Jagdpanzer im Einsatz - aber einer der sticht besonders heraus, der



Das besondere oder hervorstehend ste Merkmal ist, ja okay "seine lange Kanone", das ist aber nicht alles den auch das die Kanone nach hinten eingebaut ist ist sehr interessant. Der Archer wurde in den ersten Entwürfen mit, nach vorne schauender 17pdr. einfach zu lange und zu hoch, dies wurde als nicht praktikabel abgetan. Daher wurde der Versuch gestartet, die Kanone nach hinten und möglichst tief zu verbauen. Das Ergebnis sieht man auf dem oberen Bild. Großer Vorteil dieser Bauweise, Kurz "nur 6,7 m" lang und nur 2,25 m hoch. Sehr kompakt wen man bedenkt, das das Kaliber dieser Kanone ja doch 76.2 mm beträgt.

Die vier köpfige Besatzung (Kommandant, Richtschütze, Ladeschütze, Fahrer) hatte aber auch so gut wie keinen Platz im nach oben offenen Kampfraum.

Ein Vorteil die Kanone nach hinten schauen zu lassen war es auch, das der Archer nach erfolgter Schussabgabe mit voller Beschleunigung aus der Stellung fahren konnte, da der Fahrer ja in Schussrichtung nach hinten saß musste der Jagdpanzer nicht erst langwierig wenden um aus der Stellung zu kommen.

Aber nun zum Modell, richtig das gibt es im Maßstab 1/48 nicht, aber es musste eine Lösung her. Also begann die Suche nach den notwendigen Komponenten.
Als Unterwanne brauchte ich einen Valentine im Maßstab 1/48 - ja auch dieses Modell gab es nur von einer Firma so weit ich herausgefunden habe. Die Firma Bandai hat ein über 30 Jahre altes Modell in 1/48. Also ab nach E-Bay und einen Valentine besorgt. Ja, ich habe noch einen gefunden.

Als nächstes brauchte ich eine QF 17pdr Kanone der Britischen Armee. Auch solche Modell finden sich nicht leicht im Maßstab 1/48 daher behalf ich mir mit einer "Notlösung" und verwendete einfach die 1/56 er QF 17pdr von Warlord Games - Vorteil dabei - die Besatzung der Kanone ist auch schon dabei.
Vom Warlord Geschütz blieb am Ende aber auch nur noch der Verschlußblock und die Zieleinrichtung bestehen, das Rohr wurde gegen eine Aluversion mit Messing Mündungsbremse von RB-Modells getauscht.

... und der Rest, nun seht selbst, erfolgte durch Recherchen und Scratchbuild.
Dies ist mein erstes Modell bei dem ich selbst so viel gebaut habe.

Die Ober- und Unterwanne mussten als erstes mit dem Dremel bearbeitet werden.
Die gesamte Turmaufnahme sowie die vordere Frontpanzerungen und alle Details an den Kettenabdeckungen wurden herausgeschnitten bzw. weggeschliffen. 

Der erste Ansatz des neuen Kampfraumes entsteht. Die Panzerung wurde aus 0,8 mm Plastikkarton gebaut.

Die Maßstabs getreuen Risszeichnungen der Seitenwände.

Der Aufbau wird Panzerplatte für Panzerplatte weitergeführt.

Hier die 17pdr QF in all ihrer Größe.


Erstes "Probesitzen" des Fahrers an seinem neuen Arbeitsplatz. Der Fahrer selbst ist im Bausatz des Valentine enthalten.

Hier rechts im Bild die neue Frontpartie des Archer.


oben im Hintergrund sieht man ein Bild Referenzmaterial von einem 1/35 Bausatz und davor die weißen Teile sind für die erste von vier Munitionshalterungen im Archer. Im Unteren Bild die fertige "kleinere" Munitionshalterung für 7 Granaten, noch nicht zu sehen der Hülsenboden der Granaten, die Granaten selbst sind nichts anderes als Zahnstocher, da sie grob gerechnet dem Kaliber entsprechen.


 


auf den oberen Bildern zu sehen der grobe neue Aufbau des Kampfraumes mit Kanonenblende und Boden mit Fahrerposition. 

Na super, wer kennt das nicht - das kontrollierte Chaos
(zu sehen einiges vom Referenzmaterial, das ich ausschließlich aus dem Netz habe)

Hier einige Komponenten des Archer - unten im Bild der erste Entwurf der Kanone mit improvisierter Lafette, macht aber nichts, den von der sieht man nach dem Einbau nichts mehr.








Okay, hier scheinen ein paar Bilder verloren gegangen zu sein (sollte ich sie finden werden sie ergänzt)
Auf den oberen Bildern der so weit fertige Nachbau des Archer mit Besatzung und Detailarbeiten, Schweißnähten, selbst gebauten Staukisten usw. einfach zu sehen, alles was nicht beige ist ist nicht aus dem Bausatz.


 

So weit so gut, die Grundierung mit Vallejo Air Colour Black Primer ist erfolgt.
Die folgende Bemalung steht an.

Ich habe mich sehr gefreut über das Ergebnis meines ersten Scratchbuilds.
Wird sicherlich eine nette Unterstützung für die Kanadier werden.

Vielen Danke für euer Interesse, ich hoffe ich habe wieder einmal für die lange Pause am Blog etwas zur Entschädigung liefern können.

euer
Stefan




Mittwoch, 25. Juni 2014

Der Juni und wir......wir ist meine Freunde und ich! D-Day 2014

Der Juni, da war doch was......

Genau vor 70 Jahren am 06.06.1944 - der D-Day, der längste Tag !

Die Invasion der Alliierten im vom Deutschen Reich besetzten Frankreich, um genauer zu sein in der Normandie.
Ja, ich bzw. wir meine Freunde Elric und der Overlord  (lol) waren vom 01.06.2014 bis 06.06.2014 in der Normandie. Ich möchte hier aber nicht zu weit vorgreifen - so viel sei gesagt, es war die Reise meines Lebens. Wen man sich in der Materie Geschichte zu dieser Zeit auskennt dann gibt es nichts beeindruckenderes als dort gewesen zu sein - oder "man hatte das Gefühl" dabei gewesen zu sein, den was sich in dieser Zeit abspielte war einfach irre.

Elric und ich waren als Reenactors Vorort, wir waren in der Uniform der 101st Airborne Division "Screaming Eagles", 506th Parachute Infantry Regiment, Easy Company unterwegs, ja ich weiß ist schon fast klischeehaft - die Easy Kompanie aus der Band of Brothers Serie.

Aber seht euch das folgende Bild an.......


Was ihr hier seht, war mit Abstand das Gefühl stärkste Erlebnis das ich seit der Geburt meines Sohnes hatte.
Wer ist hier im Bilde: Okay rechts das bin ich, aber an meiner Linken Seite das ist....

Curtis L. Outen, 92 Jahre alt
Charlotte, North Carolina

am 06.06.1944 landete er mit dem 38th Infantry Regiment, US Army mit der ersten Welle am Omaha Beach in der Normandie. 
Mehr Infos möchte bzw. kann ich noch nicht hergeben, da ich die Genehmigung seines Neffen noch nicht habe. 
Ihr seht hier im Bild auch die Kopfbedeckung - ja, voll geil, - er wollte unbedingt meinen Helm, den hat er auch ohne zu Zögern bekommen, es war mir eine Ehre einem Veteranen so ein Geschenk machen zu können. Aber warum wollte er ausgerechnet den Helm?
Er hat mir erklärt, dass er ja selbst lange genug den Helm getragen hat, aber er hatte nie einen Helm der US-Fallschirmjäger mit Tarnnetz und Verbandspäckchen auf. So einen wollte er unbedingt einmal tragen.
Ich habe noch nie so ein freudiges Strahlen gesehn, er war so glücklich über den Helm, er hat ihn auch nicht mehr abgenommen.
Wir haben uns ca. 90 Minuten unterhalten, er gehörte zu einer Gruppe von 22 Veteranen die aus den USA zum 70sten Jahrestag der Invasion nach Frankreich kamen um an den Feierlichkeiten teilzunehmen. 

Ich stehe seither mit seinem Neffen im E-Mail Kontakt, dieser hat mir schon einiges an Infos zukommen lassen. Sein Neffe sagt mir auch immer wieder, das dies "der Tag" für Curtis war und das er mich und mein Geschenk niemals vergessen wird. 
Curtis sagte mir auch: "It´s an honour to meet you sir, I´m so proud that you don´t forget what we have done!"
Genau um das geht es, das ihr Andenken nicht vergessen wird, das ist alles was diese Männer wollen, man soll sie und ihre Taten nicht vergessen.

An diesen Tag werde ich mich immer erinnern, ich werde dieses Erlebnis niemals vergessen, dieser Mann Curtis Outen hat mir so viel gegeben in dieser kurzen Zeit - DANKE dafür.

Auch wen ich es ihm nicht gesagt habe, aber ich habe ihn ihm einen Freund gefunden, ich hoffe wirklich ihn noch einmal treffen zu können, dies wäre für mich das Größte.
Ich wünsche ihm alles Gute und das er noch viele gesunde Jahre im Kreise seiner Familie genießen kann.  

liebe Grüße 
Stefan

Montag, 23. Juni 2014

Danke an alle Interessierten am Hobby und Modellbau....

Hallo Blog-Leser,

Vielen, vielen Dank für 10.000 Besuche - ich war heute ganz überrascht als ich gesehen habe, das ich über das Wochenende die 10.000er Marke an Besuchern geknackt habe.

Ich bin in letzter Zeit nicht Hobby müde, aber ich bin derzeit wieder daran mehrere Projekte zeitgleich auf die Beine zu stellen. Darum kommt über den Blog eher weniger - aber versprochen - es wird zu jeden der Projekte wieder Berichte geben.

Also liebe Hobbyisten Augen auf und immer wieder mal reingucken.

Btw. ich habe nichts dagegen wen ihr auch Mundpropaganda für den Blog betreibt. *grins*

Also nochmals, DANKE!

schöne Grüße euer

Stefan aka Muswetyl

Dienstag, 13. Mai 2014

SdKfz. 164 - Nashorn - s.H.Pz.Jg. 525 in Italien

So endlich wieder mal etwas neues - ein vor schon längerer Zeit angekündigtes Modell ist endlich fertig.

Wie der Titel schon sagt:

SdKfz. 164 "Nashorn"  der s.H.Pz.Jg 525 in Italien von 1943 bis 1945. Diese Einheit wurde 1943 in Italien mit dem Panzerjäger Nashorn ausgerüstet. An den Details dieser Einheit bin ich noch am nachforschen, nicht einfach aber sehr Interessant für einzelne Einheiten Details zu erfahren.

Zum Modell:
Das Nashorn ist von der Firma Bandai im Maßstab 1/48. Das Modell ist so alt wie ich - Mitte der Siebziger Jahre wurde es gegossen. Diese Modell sind nur noch über EBay und Restbestände zu beziehen - aber das bieten lohnt sich. Was ist in der Schachtel?


4 Spritzlinge mit den einzelnen Teilen, der Beige Spritzling sind die im Bausatz enthaltenen 4 Mann Besatzung. Die Ober- und Unterwanne sowie die Vinylketten und ein kleine Decalsbogen plus die Anleitung.

Das faszinierende an diesen alten Bausätzen ist, das auch Teile zum Nachbau des Motorraumes enthalten sind. Die Inneneinrichtung des Kampfraumes (der ja bei dem Nashorn offen war) ist dagegen wieder sehr einfach ausgeführt. Die Decals haben als einzige Teile des Bausatzes in all den Jahren gelitten. Den sie lösen sich nur noch schlecht vom Trägerpapier ab und wen dann zerfallen sie sehr leicht. Aber ich habe sie trotzdem verwendet. Das Modell wurde direkt aus der Schachtel gebaut. Ich habe auf den Verbau des Motors verzichtet, da das Modell ja wie alle anderen auch zum Tabletopeinsatz kommen wird.

Nun gut, ab zu den Bildern und dem Baubericht....

Der Bau ging ohne Schwierigkeiten von der Hand, auch das doch sehr lange Rohr der mächtigen 8,8cm Kanone hat in all den Jahren nicht gelitten, es ist kein bisschen verzogen. Einziges Manko war hierbei der Gusspunkt an der Mündungsbremse, dieser ist so massiv, das ich mir doch glatt ein Stück raus geschnitten habe.


Stellversuche mit der mitgelieferten Besatzung - eine Besatzung ist für mich das A und O bei einem offenen Kampfraum - speziell wen das Modell für den Tabletop gedacht ist, den es sieht nichts komischer aus als wen jemand sagt: "Ich schieße mit meinem Nashorn auf deinen Panzer!" und im Nashorn wäre keine Besatzung!


Grundierung in einfachen schlichten Schwarz. Darunter zu sehen das Preshading (Vorschattieren) mit Grau und Weiß.

Hier ein impossanter Größenvergleich zwischen dem Kommandanten und der mächtigen 8,8cm PaK 43, beides im selben Maßstab. 




oben zu sehen ist die Grundfarbe mit Dark Yellow von Vallejo und danach eine Farbmodulation mit Deck Tan ebenfalls von Vallejo.

Auftragen der Tarnflecken in 71.038 Camouflage medium Brown und in 71.014 Gunship green - beides sind Model Air Colour von Vallejo


Decals und der Filter sind aufgetragen. 
der Auspuff wurde mit dem Rust and Dust Set von Lifecolour mit dem Pinsel und der Schwammtechnik bemalt.




ein paar Arbeitsschritte später ist das Nashorn bis auf die Ketten fertig gebaut. Die weitere Bemalung erfolgte und Detaillierung erfolgte. Die Farbabplatzer wurden durch die Schwammtechnik erzeugt (schnell und effektiv, man muss nur aufpassen das man hier den Effekt nicht übertreibt, für mich persönlich ist das Nashorn schon sehr hart an der Grenzen zum - zu viel).


Die Ketten sind montiert und der erste Auftrag an Pigmenten am Laufwerk wurde gemacht. Als Pigmente kommen bei mir immer die verschiedensten zum Einsatz. Ebenso wurden noch Ausrüstungsteile der Besatzung hinzugefügt um dem offen Kampfraum zu beleben. Verbaut habe ich zur Detaillierung noch zwei Stahlhelme von BA, sowie ein MG42 das dem Bausatz beiliegt, zwei Wasserflaschen eine MP40 usw. auch verbaut wurde ein Scherenfernrohr aus dem 1. Weltkrieg - als Ziel- und Sehhilfe des Kommandanten. 









Auf den letzten Bildern ist das fertige SfKfz. 164 Nashorn zu sehen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zu frieden. Es hat immer wieder seinen Reiz und seinen eigene Herausforderung einen offenen Kampfraum mit Leben zu erfüllen. Im Maßstab 1/48 ist dies ganz besonders interessant, da man schon etwas Vorarbeit leisten muss um diverse Teile und Ausrüstung oder auch nur die Besatzung zu bekommen, den leider ist es gerade bei den neueren Modellen in 1/48 nur mehr sehr selten bis gar nicht mehr der Fall das einen Besatzung mitgeliefert wird. Aber gerade das ist es doch was das Hobby ausmacht.

Danke für euer Interesse am Hobby und Modellbau und danke fürs reinschauen.

lG
Stefan