Donnerstag, 6. Juni 2013

M4 Sherman - 1/48 für die Kanadische Armee in Italien - Baubericht

So nun ist es doch noch soweit, der M4 Sherman ist fertig geworden.
Dazu gibt es nun für euch einen kleinen Bericht.

Das Original - der Sherman den ich euch hier zeige versah seinen Dienst beim 6ten Trupp, "C" Kompanie, 8th Princess Louise´s New Brunswick Hussars, 5th gepanzerte Brigade, 5th Kandadische Panzerdivision - Liri Tal - Italien - Februar 1944. Soweit einmal die Herkunft der Einheitsabzeichen am Modell.

Der Bausatz stammt von Hobby Boss und ist im Maßstab 1/48. Der Bau erfolgte direkt aus der Schachtel, ohne zusätzliche Bauteile ohne Upgrades usw. Der Bau verlief ohne jegliche Probleme, die Anleitung ist übersichtlich und detailliert und schön gegliedert. Die Option auf einen zweiten Turm im Bausatz ist auch sehr nett. Nach dem alles so Reibungslos lief, gibt es keine Bilder vom Bau selbst.

die Farbmodulation wurde mit dem US Olive Drab Set von Vallejo aufgetragen
 
hier am Sherman habe ich wieder einmal etwas neues ausprobiert, keine Eigenerfindung aber eine neue Methode. In Natura gibt es bei den alliierten Fahrzeugen fast keine Farbabplatzer, was hier jedoch vorkommt ist das die Farbe dort wo sie öfter benutzt wird ausdunkelt. Ich habe nun die aufgetragene Olive Drab Farbe die vollständig getrocknet ist (mehrere Tage bereits) einfach mit geruchlosen Terpentin benetzt und habe dann vorsichtig begonnen, mit Pinseln und anderem Werkzeug die Farbschicht abzulösen, dadurch erreicht man ein "ausbleichen" der Farbe bzw. kommt darunter die schwarze Grundierung zu Vorschein. Deswegen ist es bei dieser Methode sehr wichtig das man eine Farbmodulation aufträgt, dadurch kommen mehrere verschiedene Farbtöne durch die angelöste Deckschicht durch. 
 
Schön zu sehen sind die Farbschäden hier an der Oberwanne und  Motorraum
 
die linke Seite des Sherman mit den Farbschäden (der große dunkle Fleck am Turm  entstand  dadurch, das ich mich während des malen entschieden habe eine Uparmored Version zu bauen und somit musste ich die Halterungen am Turm wieder entfernen). Ich lies die Farbe allerdings so, da ja noch das Einheitsabzeichen kam, bzw. die Zusatzpanzerung angebracht wird. 

im nächsten Arbeitsschritt erfolgte eine Schicht Filter für Grüne Fahrzeuge von MIG. Danach ging es gleich weiter mit einem Pinwash mit Burnt Sienna Ölfarbe (stark verdünnt 1:10 oder mehr) mit diesem Wash wurden die Schweißnähte sowie alle Lukendeckel und andere Details hervorgehoben, ebenso wurden mit dieser Farbe Rostläufer erzeugt.
 
In diesem Bild sieht man die Handgemalten Turmnummern sowie den Namen "Iron Duke", dieses Decal stammt aus einem alten Bausatz. In diesem Schritt sieht man auch das fertige Pinwashing mit den Rostläufern 

der selbe Bauabschnitt aus der Ansicht von oben
 




auf den oberen vier Bildern sieht man die Vinyl-Ketten bei der Bemalung - ich  war im ersten Schritt überhaupt nicht zufrieden mit dem Ergebnis, deshalb erfolgte eine komplette Überarbeitung der Ketten und der Zusatzpanzerung am Ende des Baues
 




in den oberen fünf Bildern sieht man in mehreren Abschnitten das verwittern mit Pigmenten von verschiedenen Firmen und mit den verschiedensten Pigmentfarben. Die Pigmente wurden allesamt trocken aufgetragen und im nachhinein wurde mit der Airbrush der Pigmentfixer von MIG über das gesamte Modell genebelt. Ebenso sieht man wie ich die Ersatzkettenglieder als Zusatzpanzerung angebracht habe, das ist keine Erfindung von mir, solche Bilder gibt es viele vom Sherman im Einsatz. 
 


die letzten vier Bilder zeigen den wohl größten Fehler den ich hier gemacht habe, ich habe total vergessen, das ganze Zeugs das die Besatzung angesammelt bzw. in den Einsatz mitgenommen hat anzubringen. Das heikle daran dies erst im nach hinein zu machen ist das man so aufpassen muss, dass man nicht sein gesamtes vorheriges Werk beschädigt oder mit dem Pinsel wo anders hinkommt als auf die zu malende Fläche. Also merken für das nächste Modell.

Jetzt kommen noch einige Fotos des komplett fertig gestellten Sherman, wen ihr die Ketten zuvor und jetzt vergleicht kann man schön den Unterschied sehen, das ich zuvor nicht zufrieden war kann man da wohl verstehen.


 






 



 
 Der Sherman irgendwo in Italien 1944 (im Garten)


... irgendwann, irgendwo in Italien......
Danke für euer Interesse am Modellbau
LG
Stefan

40mm Bofors für die Canadische Armee - 1/48 von Gasoline

In diesem Post möchte ich euch den Bau sowie die Fertigstellung der 40 mm Bofors FlaK zeigen. Die 40 mm Bofors wurde von so gut wie jedem Land der Alliierten Armeen in Dienst gestellt. Das Geschütz diente zur Flugabwehr ebenso wie als schwere Unterstützungswaffe im Erdkampf. Die 40 mm Bofors ist in etwa mit der deutschen 3,7 cm FlaK vergleichbar. 

Zum Bausatz selbst gibt es einiges zu sagen, ich habe mir die 40 mm Bofors wie üblich für den 1/48 er Maßstab beim Händler des Vertrauens besorgt. Mit € 28,- plus Versand und Lieferkosten ist der Bausatz für ein Geschütz sicherlich nicht auf der kostengünstigen Seite, aber wer etwas will muss auch etwas investieren (sage ich immer) und Hobbies sind eben nun mal nicht billig. Der Bausatz besteht ausschließlich aus sehr filigranen und feinen Resinteilen. Die Beseitigung der Gussgrate geht bei diesen feinen sehr brüchigen Teilen nicht immer ganz einfach von der Hand, da ist Geduld gefragt. Weiter geht es zum Bau selbst, der war alles andere als einfach, die schlechte Angewohnheit einer guten Firma wie Gasoline ist leider, das es so etwas wie eine Bauanleitung eigentlich nicht gibt, die Anleitung besteht aus mehreren Seiten, wobei die wichtigste sicherlich die Teileübersicht ist (nur ist die leider auf französisch). Die restliche Bauanleitung besteht aus mehreren 3 dimensionalen Aufnahmen eines Bausatzes, der ist mit Hinweisstrichen beschriftet an denen die Bauteilnummern stehen. So etwas wie Explosionszeichnungen gibt es hier nicht. Des weiteren sind noch einige Fotos von einem originalen Geschütz dabei, an Hand dieser kann/soll man sich auch orientieren. Ich bin, so traue ich mich zu sagen, doch ein etwas erfahrenerer Modellbauer, aber ohne intensive Recherche (danke liebes Internet) hätte ich auch verzweifelt. Nach dem ich mehrer Bilder von verschiedenen Ansichten gefunden hatte konnte der Bau beginnen. Ein weiterer Nachteil diese Bausatzes ist, er besteht nur auf Gießharz Teilen (Resinparts), das heißt, er ist ausschließlich mit Sekundenkleber zu kleben.

Über den Bau der Protzen (Transporträder) habe ich mich bis jetzt noch nicht getraut - blicke noch immer nicht durch die Anleitung!

Zum Modell, ich wollte von Anfang an eine Modell haben, das sonst keiner hier jemals auf den Tabletop Tisch stellen wird. Daher mein Plan, eine Kanadische Flugabwehrstellung mit Besatzung zu bauen, um das Geschütz in weiterer Folge für Bolt Action verwenden zu können. 

das fertige Geschütz, man kann schon hier sehr schön sehen, wie filigran die Teile sind, das Aluminiumrohr ist bereits im Bausatz enthalten. 
... wie gesagt, das Modell soll meine Kanadier bei BoltAction unterstützen - deshalb musste selbstverständlich eine Besatzung her, fragt bitte nicht wie oft ich mir die Sitze abgebrochen habe. Die Figuren sind ein Mix aus allen möglichen Warlord Plastik Miniaturen. Hier sieht man auch noch die Zieleinrichtungen der Schützen, diese sind aus Photoätzteilen.
Hier die Besatzung nochmals von vorne, sowie die Zieleinrichtung  im Detail
ein netter Vergleich hier, links die Lafette der 8,8 cm FlaK der Deutschen (Bausatz  von Italerie) und rechts die Lafette der 4 cm Bofors.
nochmals das Geschütz in der Draufsicht

fertig grundiert zur Bemalung
hier sieht man den Bau eines Ladestreifens für das Geschütz, die Besatzung bestand  üblicherweise aus  4 oder mehr Mann wobei 2 Schützen waren und die beiden anderen als Ladeschützen dienten. Die Munition wurde über vorgeladene Streifen von oben in den Verschlußblock eingeführt und die leeren Hülsen nach unten ausgeworfen. 
Im Bild ist nun auch der Ladeschütze zu sehen der für Munitionsnachschub sorgte

die zusätzlichen Dekoteile für das geplante Base
Die Lafette auf dem organische zugeschnittenem Base
Die Bemalung erfolgte ausschließlich mit Acryl Farben 
nochmals das Base, die Highlights auf dem Boden sind hier schöner zu sehen
das Base beginnt Gestallt anzunehmen, es wird durch ausgeworfene leere Hülsen quasi zum Leben erweckt. Dies soll auch den Effekt bringen, das das Geschütz schon etwas länger hier steht. 
Hier das komplett fertige Geschütz mit fertigen Base und vollständiger Besatzung.
aus einem anderen Winkel, hier kann man schon sehen, dass die 40 mm Bofors sicherlich ein beeindruckendes Geschütz war. 
noch einmal etwas mehr von vorne
 
Detailaufnahme der Besatzung, hier sieht man sehr schön, wie detailliert der Bausatz ist. Durch die dynamischen Haltungen der Besatzung sowie der starke Ausdruck der Gesichter, fehlt eigentlich nur noch der Gefechtslärm!

... und ein letztes mal, die Bofors aus der Vogelperspektive!
Abschließend möchte ich noch sagen, das der Bau sehr sehr viel Geduld gefordert hat, diese sich aber wen das Modell einmal fertig in der Vitrine steht jedenfalls gelohnt hat. Dieser Bausatz ist sicherlich nichts für Anfänger, aber schön ist er!

Vielen Dank für euer Interesse!
LG
Stefan

Pz IV - Tamiya 1/48 - 1. Teil der Bau

Hallo Leute heute mal was neues von der Pz IV Front, ich habe nach den langen Regentage der letzten Wochen nun doch nicht mehr warten können und habe den Pz IV von Tamiya nun doch gebaut. 



Als erstes natürlich der Bauplan, in gewohnter Tamiya Qualität, der gesamte Bau lief ohne Probleme von der Hand, der Pz IV stammt noch aus der "die cast chassis" Serie (also mit Metall-Unter-Wanne)


Der erste Schritt der Anleitung - der Aufbau des Laufwerkes, die Anbringung der Laufräder sowie Antriebs- und Spannrad.


Die Ketten wurden gesamt zusammengeklebt, jedoch wurden um die Bemalung zu erleichtern die Ketten nicht mit der Wanne verbunden (sieht man später noch einmal besser)


Die fertige Wanne mit den aufgesteckten Gleisketten


Die Oberwanne mit all ihren schönen kleinen und feinen Details


Ich habe vom weiteren Bau der Wanne und des Turmes keine Bilder mehr gemacht, da wirklich alles ohne Schwierigkeiten dem Plan nach von der Hand geht. Hier schön zu sehen die Aufhängung für die Seitenschürzen des Pz IV Ausf. J


In diesem Bild sind die aus 0,8 mm Plastikkarten hergestellten Seitenschürzen zu sehen. Mittels der Anleitung zum Bau der Schürzen geht auch dies ohne größeres Aufsehen von Statten. An der unteren Schürze kann man sehen das ich diese bereits vorbereitet habe um ein Teil der Schürze im späteren Bau wegzulassen, um damit einen gebrauchten Eindruck entstehen zu lassen.


Am letzten Bild zu sehen sind alle Komponenten bereit zum Grundieren. 


Der Bau hat sehr viel Spaß gemacht, nach dem dieses Modell ja in Europa so gut wie nicht erhältlich ist hat sich der Kauf direkt in Japan auf jeden Fall gelohnt. Der Pz IV war ja immerhin der Hauptkampfpanzer der deutschen Wehrmacht während des gesamten Krieges. Deshalb verstehe ich es nicht, das jeder Hersteller die x´te Version des Tigers oder des Elefanten auf den Markt bringt und der Pz IV wird völlig ignoriert. 
Aber gut ist, ich hab ja meine nun!

Ach ja, die Bemalung muss noch auf sich warten lassen, da ich momentan voll im Olive Drab painting bin. Sprich es komme mehrere Fahrzeuge für die Alliierten zuerst noch unter den Airbrush.

Danke für euer Interesse 
LG
Stefan