Donnerstag, 6. Juni 2013

40mm Bofors für die Canadische Armee - 1/48 von Gasoline

In diesem Post möchte ich euch den Bau sowie die Fertigstellung der 40 mm Bofors FlaK zeigen. Die 40 mm Bofors wurde von so gut wie jedem Land der Alliierten Armeen in Dienst gestellt. Das Geschütz diente zur Flugabwehr ebenso wie als schwere Unterstützungswaffe im Erdkampf. Die 40 mm Bofors ist in etwa mit der deutschen 3,7 cm FlaK vergleichbar. 

Zum Bausatz selbst gibt es einiges zu sagen, ich habe mir die 40 mm Bofors wie üblich für den 1/48 er Maßstab beim Händler des Vertrauens besorgt. Mit € 28,- plus Versand und Lieferkosten ist der Bausatz für ein Geschütz sicherlich nicht auf der kostengünstigen Seite, aber wer etwas will muss auch etwas investieren (sage ich immer) und Hobbies sind eben nun mal nicht billig. Der Bausatz besteht ausschließlich aus sehr filigranen und feinen Resinteilen. Die Beseitigung der Gussgrate geht bei diesen feinen sehr brüchigen Teilen nicht immer ganz einfach von der Hand, da ist Geduld gefragt. Weiter geht es zum Bau selbst, der war alles andere als einfach, die schlechte Angewohnheit einer guten Firma wie Gasoline ist leider, das es so etwas wie eine Bauanleitung eigentlich nicht gibt, die Anleitung besteht aus mehreren Seiten, wobei die wichtigste sicherlich die Teileübersicht ist (nur ist die leider auf französisch). Die restliche Bauanleitung besteht aus mehreren 3 dimensionalen Aufnahmen eines Bausatzes, der ist mit Hinweisstrichen beschriftet an denen die Bauteilnummern stehen. So etwas wie Explosionszeichnungen gibt es hier nicht. Des weiteren sind noch einige Fotos von einem originalen Geschütz dabei, an Hand dieser kann/soll man sich auch orientieren. Ich bin, so traue ich mich zu sagen, doch ein etwas erfahrenerer Modellbauer, aber ohne intensive Recherche (danke liebes Internet) hätte ich auch verzweifelt. Nach dem ich mehrer Bilder von verschiedenen Ansichten gefunden hatte konnte der Bau beginnen. Ein weiterer Nachteil diese Bausatzes ist, er besteht nur auf Gießharz Teilen (Resinparts), das heißt, er ist ausschließlich mit Sekundenkleber zu kleben.

Über den Bau der Protzen (Transporträder) habe ich mich bis jetzt noch nicht getraut - blicke noch immer nicht durch die Anleitung!

Zum Modell, ich wollte von Anfang an eine Modell haben, das sonst keiner hier jemals auf den Tabletop Tisch stellen wird. Daher mein Plan, eine Kanadische Flugabwehrstellung mit Besatzung zu bauen, um das Geschütz in weiterer Folge für Bolt Action verwenden zu können. 

das fertige Geschütz, man kann schon hier sehr schön sehen, wie filigran die Teile sind, das Aluminiumrohr ist bereits im Bausatz enthalten. 
... wie gesagt, das Modell soll meine Kanadier bei BoltAction unterstützen - deshalb musste selbstverständlich eine Besatzung her, fragt bitte nicht wie oft ich mir die Sitze abgebrochen habe. Die Figuren sind ein Mix aus allen möglichen Warlord Plastik Miniaturen. Hier sieht man auch noch die Zieleinrichtungen der Schützen, diese sind aus Photoätzteilen.
Hier die Besatzung nochmals von vorne, sowie die Zieleinrichtung  im Detail
ein netter Vergleich hier, links die Lafette der 8,8 cm FlaK der Deutschen (Bausatz  von Italerie) und rechts die Lafette der 4 cm Bofors.
nochmals das Geschütz in der Draufsicht

fertig grundiert zur Bemalung
hier sieht man den Bau eines Ladestreifens für das Geschütz, die Besatzung bestand  üblicherweise aus  4 oder mehr Mann wobei 2 Schützen waren und die beiden anderen als Ladeschützen dienten. Die Munition wurde über vorgeladene Streifen von oben in den Verschlußblock eingeführt und die leeren Hülsen nach unten ausgeworfen. 
Im Bild ist nun auch der Ladeschütze zu sehen der für Munitionsnachschub sorgte

die zusätzlichen Dekoteile für das geplante Base
Die Lafette auf dem organische zugeschnittenem Base
Die Bemalung erfolgte ausschließlich mit Acryl Farben 
nochmals das Base, die Highlights auf dem Boden sind hier schöner zu sehen
das Base beginnt Gestallt anzunehmen, es wird durch ausgeworfene leere Hülsen quasi zum Leben erweckt. Dies soll auch den Effekt bringen, das das Geschütz schon etwas länger hier steht. 
Hier das komplett fertige Geschütz mit fertigen Base und vollständiger Besatzung.
aus einem anderen Winkel, hier kann man schon sehen, dass die 40 mm Bofors sicherlich ein beeindruckendes Geschütz war. 
noch einmal etwas mehr von vorne
 
Detailaufnahme der Besatzung, hier sieht man sehr schön, wie detailliert der Bausatz ist. Durch die dynamischen Haltungen der Besatzung sowie der starke Ausdruck der Gesichter, fehlt eigentlich nur noch der Gefechtslärm!

... und ein letztes mal, die Bofors aus der Vogelperspektive!
Abschließend möchte ich noch sagen, das der Bau sehr sehr viel Geduld gefordert hat, diese sich aber wen das Modell einmal fertig in der Vitrine steht jedenfalls gelohnt hat. Dieser Bausatz ist sicherlich nichts für Anfänger, aber schön ist er!

Vielen Dank für euer Interesse!
LG
Stefan